11. September 2026

Säule 3a für Liechtenstein-Grenzgänger

Übergangslösung gefordert!

Wir von LIREX haben bereits über die geplante Änderung bei der Säule 3a für Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Wohnsitz in der Schweiz berichtet. Nun gibt es dazu auch auf kantonaler Ebene politische Vorstösse.

Die St.Galler Kantonsräte Sascha Schmid (SVP), Christian Lippuner (FDP) und Daniel Grünenfelder (Die Mitte) fordern eine pragmatische Übergangslösung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Wohnsitz im Kanton St.Gallen.

Der Steuerabzug für Einzahlungen in die Säule 3a soll weiterhin möglich bleiben, bis der Bund die Rechtslage abschliessend geklärt hat. Hintergrund ist eine Anweisung der Eidgenössischen Steuerverwaltung, wonach der Abzug ab der Steuerperiode 2027 wegfallen soll.

Zudem haben Parlamentarier auf Bundesebene bereits entsprechende Motionen eingereicht, um die rechtliche Situation zu klären. Dabei soll insbesondere eine Ergänzung des bestehenden Sozialversicherungsabkommens zwischen der Schweiz und Liechtenstein geprüft werden. Das Geschäft ist zurzeit in beiden Räten der Bundesversammlung hängig.

Eine vorzeitige Änderung der bisherigen Praxis würde deshalb aus Sicht der St.Galler Kantonsräte unnötige Rechtsunsicherheit und administrativen Aufwand verursachen.

Betroffen sind über 15’000 Personen, die in Liechtenstein arbeiten und in der Schweiz wohnen, viele davon im St.Galler Rheintal, im Werdenberg und im Sarganserland.

Die Forderung der Kantonsräte ist Folgende: Der bisherige Steuerabzug soll weiter gelten, bis der Bund eine definitive Regelung geschaffen hat. Damit sollen die Betroffenen geschützt und ihre private Altersvorsorge gestärkt werden.

Wie sich die Situation mit Blick auf die Steuerperiode 2027 weiterentwickelt, ist derzeit noch offen. Es bleibt spannend, wie Bund und Parlament mit dieser Thematik umgehen und welche Lösung sich letztlich durchsetzt.

LIREX wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen und über die aktuellen Entscheide informieren.